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Industrie 4.0 - Wenn nicht jetzt, wann dann

von Pascal

January 26, 2021

Alle, die in der Schule aufgepasst haben, wissen von den Phasen der industriellen Revolution. Drei liegen bereits hinter uns, wir befinden und in der Vierten, und wie viele weitere in Zukunft noch folgen werden, ist kaum absehbar. Während zwischen den ersten drei Phasen noch ein Jahrhundert vergangen ist, so setzten die Veränderungen durch die Industrie 4.0 bereits knapp 50 Jahre nach der Industrie 3.0 ein. Durch den rapiden technischen Fortschritt ist besonders eins gefragt: In die Gänge zu kommen.

Von Massenproduktion übers Fließband bis hin zur Automation

Bereits 1780 begann die Massenproduktion durch Maschinen und läutete die erste industrielle Revolution ein. Traditionelle Arbeitsformen wurden durch maschinelle Fertigung ersetzt, etwas, was uns auch heutzutage wieder bekannt vorkommen wird. Durch die Erfindung der Dampfmaschine und die dadurch entstandene Unabhängigkeit von natürlichen Ressourcen wie Wind und Wasser machte die gesamte Industrie einen Sprung nach vorne. Damals war natürlich noch nicht bekannt, dass wir uns diesen Ressourcen knapp 250 Jahre später notwendigerweise wieder bedienen würden. Was allerdings bekannt war, war der massive Anstieg von Arbeitskräften. Die Angst, dass der Fortschritt der Maschinen zu dem Verlust der Arbeitskräfte führen würde, stellte sich als falsch heraus. Neben den Arbeitsplätzen, die durch Maschinen ersetzt wurden, entstanden eine ganze Reihe neue Anstellungsformen um die Maschinen zu warten oder neu entstandenen Prozessschritte zu übernehmen. Auch der Bau der Maschinen musste zunehmend überwacht und gefördert werden. Die Industrie wuchs exponentiell und veränderte das Bild vieler Großstädte.

Dieses Bild wurde durch die Entdeckung der Elektrizität abermals verändert und sorgte nicht nur für erhellte Straßen und Häuser, sondern auch für die Erfindung der Fließbandarbeit. Für den deutschen Arbeitssektor bedeutete dieser Wandel eine echte Revolution. Gefragt waren fortan spezialisierte Arbeitskräfte, die mit der neuen Technik umzugehen wussten. Das Problem des Fachkräftemangels war schon immer ein Thema – ob damals oder heute.

Die dritte Revolution sagt uns allen wohl noch am meisten. Die Nutzung von PCs in den eigenen vier Wänden oder am Arbeitsplatz ist durch die schnelle Entwicklung der Computer- und Informationstechnologie möglich geworden. Bereits in dieser Phase verkürzten sich die Entwicklungszyklen ganz enorm und schafften die Grundlage für alles, womit wir heute tagtäglich arbeiten.

Was wir aus der Vergangenheit lernen können

Eben diese enorme Entwicklung der neuen Technologien sorgten dafür, dass die vierte industrielle Revolution, auch Industrie 4.0 genannt, wesentlich schneller einsetzte als die vorherigen Phasen. Aktuell basiert diese besonders auf dem Internet of Things (IoT) und die Anbindung aller Systeme an das Internet. Dazu gehören Maschinen und Anlagen, Transportfahrzeuge und Roboter. Unternehmen nutzen die damit einhergehenden Datenströme zunehmend zur Prozessoptimierung und Verbesserung ihrer Services.

Allerdings noch nicht ausreichend und das kann schon bald Folgen haben.

IIoT-Projekte sollten nicht mehr auf Eis gelegt, sondern stringent und alsbald umgesetzt werden. Der Grund: Die Industrie 5.0 klopft bereits an. Die fünfte industrielle Revolution steht für die enge Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Die seit dem 19. Jahrhundert beständige Angst, dass Maschinen uns die Arbeit rauben, kann also schon bald abgelegt werden. Immer besser werdende Rechenkapazitäten benötigen die Flexibilität und Kreativität des Menschen um sinnvoll eingesetzt werden zu können.

Was genau heißt das für Unternehmen heutzutage? Alle industriellen Revolutionen bauten aufeinander auf. Hat man also eine verpasst, gestaltet es sich schwer, im Nachgang mit den Unternehmen aufzuholen, die sich früh angepasst und nun auch digitalisiert haben. Ist das IIoT-Projekt eines Unternehmens zu spät gestartet, hat Anlaufschwierigkeiten oder die Verantwortlichen setzen keine klaren Ziele, so bleiben sie spätestens in ein paar Jahren deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Diese macht sich, während Sie noch an der Anbindung an das Internet arbeiten, die erhöhte Effizienz und Produktivität durch verbesserte Mensch-Maschine-Zusammenarbeit zunutze.

“Besser spät als nie” - Irrtum!

Da es gleichzeitig wichtig bleibt, IIoT-Projekte nicht zu überstürzen, sondern durchdacht anzugehen, sind Unternehmen angehalten, nicht zu lange mit dem Start zu warten. Nur zwei Jahre führen bereits zu einem deutlichen Unterschied im Vergleich zu Early Adoptern. Ein typisches Merkmal neuer Technologie-Zyklen, da die meisten den Einstieg verpassen, sobald die Technologie marktreif ist. Dabei vergessen sie jedoch, dass ab diesem Punkt die Adaption ganz exponentiell steigt. Sie ist dann kein USP der fortschrittlichen Unternehmen mehr, sondern Selbstverständlichkeit. Und genau wie in den ersten drei industriellen Revolutionen verhält es sich so auch mit dem IIoT. Haben Sie das IIoT verschlafen, so bleibt der nächste Schritt zur künstlichen Intelligenz versperrt. Wie soll schließlich ein Machine-Learning-Algortihmus trainiert werden, der keine Daten erhält?

Um jetzt noch auf den Zug aufzuspringen, ist eine durchdachte Digitalstrategie von zentraler Bedeutung. Mit einem Partner wie Senseforce und einer individuellen Strategie bleibt auch der Arbeitsaufwand relativ gering und die Umsetzung gelingt schnell und einfach. Mit unserer IIoT-Checkliste, können Sie sich einen ersten Eindruck darüber verschaffen, wie ihr Projekt am Ende ein Erfolg wird.

Verpassen Sie nicht den Anschluss, jeder Tag zählt. Wenn Sie mehr dazu erfahren wollen, welche Chancen die aktuelle industrielle Revolution bietet und wie Sie sich diese schnellstmöglich mit uns zunutze machen können, schreiben Sie uns einfach an [email protected].